Herkunft und Geschichte
UV Strahlen wurden für ca. 200 Jahren durch den Physiker J.W.
Ritter aus Jena entdeckt. In der Medizin wurden diese Strahlen ca. 100
Jahre später erstmals zur Entkeimung genutzt. In den zwanziger
Jahren des letzten Jahrhunderts wurde die Heilmethode der Bestrahlung
des Blutes mit UV-Strahlen auf der Suche nach einem Mittel gegen
Infektionskrankheiten entdeckt.
Bis zu den sechziger Jahren wurde diese Art der Behandlung besonders in
den USA weiterentwickelt, war aber bis ca. 1970 in Vergessenheit
geraten. In der ehemaligen DDR wiederentdeckt wurde sie dort in ca. 100
Instituten praktiziert und wird heute überwiegend in den
osteuropäischen Ländern angewendet.
Die Behandlung wurde in Ost-Berlin zur HOT (Hämatogene
Oxidationstherapie oder Blutwäsche) weiterentwickelt. Diese
wird heute im vielen europäischen Ländern praktiziert.
Wirkungsweise
Die Energetischen Ladungen der Zellen wird dahingehend
verändert, dass Viren und vermutlich auch Bakterien schlechter
in eine „positive" Zelle eindringen können.
Behandlung
Dem Patienten werden ca. 50-100 Milliliter Blut aus der Vene entnommen
und dabei in einer Quarzglasröhre (normales Glas absorbiert
die Strahlen) an einer UV-Lampe vorbei getrieben. Der Wellenbereich
liegt bei 253,7 Nanometer und wirkt antibakteriell.
Anschließend wird das Blut zurückgeleitet und dabei
wiederum an der UV-Lampe vorbei geleitet und fließt somit
zurück in die Vene, wo es dann im ganzen Körper
reagieren kann. Die Behandlung dauert bis zu 30 min. Nach der
Behandlung kann es zu einer kurzzeitigen Rötung der Haut
kommen. Nach den ersten Sitzungen kann ein leichtes
Müdigkeitsgefühl auftreten.
Hauptindikationen
- Durchblutungsstörungen (zerebrovaskuläre
Insuffizienz, periphere arterielle Verschlusskrankheit, koronare
Herzkrankheit)
- Durchblutungsstörungen der Augen und Ohren
(Retinopathie, Tinnitus, Hörsturz, Presbyakusis)
- Morbus Sudeck
- Ulcus cruris
- Rezidivierende Infekte (bakteriell, viral)
- Abwehrschwächen
- Zustand nach schweren Infektionen mit verzögerter
Rekonvalenz
- Allergien, insbesondere Asthma bronchiale
- Chronisches Ekzem
- Somatisch bedingte Erschöpfungszustände
- Stoffwechselstörungen (z.B.
Hyperlipidämie)
- Migräne
- Hautkrankheiten wie Herpes zoster, Keloide, Psoriasis
vigaris
- Verschiedene Leber- und Nierenerkrankungen
- Begleitend zur Chemo- und Strahlentherapie bei
verschiedenen Tumoren
In den Behandlungstagen sollten weder schwer verdauliche Speisen, noch
Kaffee oder Alkohol zu sich genommen werden. Die Medikamenteneinnahme
sollte auf ein „Mindestmaß" reduziert werden.
Im Anschluss an die Behandlung sollte der Patient mehrere Stunden ruhen
um die Wirkung zu erhöhen.