Wie wirken Ohrkerzen auf unseren Körper?
Beim Abbrennvorgang einer Ohrkerze wird, wie wir heute wissen,
Kräuterweihrauch frei, der durch den Unterdruck (Kammineffekt)
auf das Trommelfell wirkt und dort seine Reize satzt. Diese Reize
wirken außerdem auf die Akupunkturpunkte des
äußeren Gehörganges, die sehr schlecht oder
überhaupt nicht therapierbar sind. Der Überdruck im
Innenohrbereich und der Unterdruck in der abbrennenden Ohrkerze
erzeugen einen angenehmen Druckausgleich auf das Trommelfell. Die
angenehme Wärmeintensivierung wirkt enspannend auf die
Ohrbereiche und öffnet die Poren im äußeren
Gehörgang, somit komm es in diesen Bereich auch zu einer
reinigenden Wirkung.
Durch diesen physikalischen Vorgang wird das Trommelfell in
Schwingungen versetzt (Trommelfellmassage) und die feinstofflichen
Schwingungen des Kräuterweihrauches auf die
Gehörknöchel (Amboss, Hammer Steigbügel)
weitergeleitet. Diese Schwingungen und Reize bewirken, dass die
Endolymphe angeregt wird und dadurch die Ablagerungen,
Eiweißrückstände und Zelltrümmer
abtransportiert werden. Des Weiteren wird die Durchblutung des
Innenohrs gefördert und verhindert dadurch eine Art Versulzung
der Endolymphe.
Die Folge aus diesem Reinigungsprozess ist eine
Hörverbesserung und eine verbesserte
Gleichgewichtsorientierung. Des Weiteren wirken die im
äußeren Gehörgang gesetzten Reize,
über die feinden Poren und Kapillare des Jochbeines, auf
Stirn- und Nebenhöhlen. Sobald diese Poren frei von
Ablagerungen sind entsteht durch den Unterdruck eine Sogwirkung von den
Stirn- und Nebenhöhlen in Richtung äußerer
Gehörgang. (Diese Reaktionen treten nach meiner Erfahrung
meist erst nach der dritten Behandlung auf.)
Durch die Stimulation der Nerven, Lymphe- und
Blutgefäße in diese Region kommt es zum besseren
Sekretfluss und dadurch zur besseren Entschlackung. Die Reizwirkung der
Ohrkerze setzt sich über die Eustachische Röhre auf
den Rachenring fort.
Die im Rachen befindlichen Tonsillen (Zunge, Rachen, Gaumenmantel)
bilden ein Infektionsabwehrsystem im Nasen und Rachenraum. Ist diese
Abwehrsystem geschwächt geht es mit verminderter
Antikörperbildung zur örtlichen Abwehr einher. Bei
Erkrankung der Tonsillen können Eitererreger (Strepptokokken,
Staphylokokken) über die Ohrtrompete (Eustachische
Röhre) eindringen und so zu einer Mittelohrentzündung
führen.
Eine Immunreaktion des Körpers ist die Antwort auf das
Eindringen von Krankheitserregern. Das geschieht durch die
Mobilisierung der weißen Blutkörperchen
(Lymphozyten), die im Knochenmark und im lymphatischen System gebildet
werden. Diese sind sowohl im Blut, als auch im lymphatischen Gewebe
anzutreffen.
Leider funktioniert diese Abwehrsystem nicht immer zu unserer vollen
Zufriedenheit. Da unser Immunsystem durch ungüstigen
Lebenswandel und durch Umwelteinflüsse geschwächt
ist, kann sich auch die humorale Immunreaktion gegen den eigenen
Körper richten. Diese Fehlreaktion von unserem Immunsystem ist
auch die Ursache von Autoimmunerkrankungen und Allergien. So kann der
Kontakt mit normalerweise harmlosen Substanzen (Beispielsweise
Blütenpollen) dazu führen, das es zur vermehrten
Freisetzung von Histamin und anderen Substanzen kommt, die eine
krankheitserregende Überreaktion im Körper
auslösen und zu Allergien führen.
Wann kommen Ohrkerzen zum Einsatz?
- Ohr- und Kopfschmerzen sowie Migräne
- Schnupfen / Erkältungen
- Tinitus / Ohrgeräuschen
- Stress und Nervosität
Bereits mit der ersten Ohrkerze stellen sich ein tiefes
Wonnegefühlt und ein Gefühl der Leichtigkeit ein. Sie
werden eine Wärme, ausgehend von den Ohren über den
Kopf bis zum ganzen Körper spüren.